Skip to main content

3 Fragen an... Ingmar Kohl

Hoher Investitionsbedarf, komplexe Projekte, begrenzte Mittel: Die Wärmewende bringt viele Stadtwerke an ihre Grenzen.

Wärmenetze sind ein zentraler Baustein der Dekarbonisierung – gleichzeitig gelten sie als schwer finanzierbar. Warum das so ist und welche Rolle Kooperationen bei der Umsetzung spielen schauen wir uns gemeinsam mit Ingmar Kohl, Leiter Geschäftsfeldentwicklung Fernwärme bei der Steag Iqony Group, an. 

Warum stellt die Wärmewende gerade Stadtwerke vor große Herausforderungen?

Die Anforderungen sind in kurzer Zeit stark gestiegen: Stadtwerke sollen neue Wärmenetze bauen oder bestehende dekarbonisieren, und dürfen parallel dazu ihre anderen Aufgaben nicht vernachlässigen. Gleichzeitig ist der Investitionsbedarf hoch – und Eigenkapital häufig ein begrenzender Faktor. Hinzu kommt, dass Wärmenetze keine standardisierten Projekte sind, sondern jeweils an lokale Gegebenheiten angepasst werden müssen. Das erschwert Planung, Finanzierung und Umsetzung.


Welche Rolle können Partnerschaften dabei spielen?

Kooperationen sind ein zentraler Hebel, um die Finanzierungsfrage zu lösen. Viele Stadtwerke stoßen beim Eigenkapital an Grenzen – genau hier setzen Partner an, indem sie zusätzliches Kapital einbringen und die Grundlage für die Aufnahme von Fremdkapital schaffen. Gleichzeitig helfen sie dabei, Projekte so zu strukturieren, dass sie für Finanzierer nachvollziehbar und tragfähig werden. Neben Kapital fließen auch Erfahrung in der Projektentwicklung sowie in der wirtschaftlichen und organisatorischen Ausgestaltung ein. In Kombination mit der lokalen Expertise der Stadtwerke entsteht so eine belastbare Basis, um Wärmenetzprojekte überhaupt realisieren zu können. 


Was zeichnet einen geeigneten Partner aus?

Entscheidend ist, dass ein Partner strukturiert vorgeht und Projekte gemeinsam mit dem Stadtwerk entwickelt – eben nicht „von der Stange“. In der Praxis beginnen wir die Zusammenarbeit mit gemeinsamen Workshops, in denen Potenziale, Zielbilder und Rahmenbedingungen systematisch analysiert werden. Darauf aufbauend werden mögliche Netzgebiete, Versorgungsoptionen und wirtschaftliche Modelle entwickelt sowie Rollen und Verantwortlichkeiten klar definiert. Wir entwickeln in den Workshops auch das passende Kooperationsmodell, dass Kooperationsmodelle, das die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit legt. So nehmen Projekte Schritt für Schritt Form an. Dieses Vorgehen hat sich bei unseren 25 Kooperationen bewährt. Als Steag Iqony Group bringen wir also das notwendige Handwerkszeug dafür mit.

Ihr Ansprechpartner

Ingmar Kohl

Bereichsleiter Geschäftsentwicklung Fernwärme

Anfrage Kooperationen Wärmenetze

* Pflichtfelder

Iqony